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Wallbox selber bauen oder kaufen?

 

Obwohl Förderungen auf dem Sektor der E-Mobilität sowohl die Anschaffung von E-Autos als auch von Wallboxen preislich sehr attraktiv machen, gibt es immer wieder Versuche von Laien, sich eine Wallbox selbst zu bauen und diese auch zu installieren. Auch wenn es verschiedene Möglichkeiten gibt, sich zum Beispiel einen Wallbox-Bausatz zu kaufen, sollte man sich den Kauf sehr gut überlegen. Man muss sich vor Augen führen, dass der Anschluss einer Wallbox das Arbeiten mit Starkstrom inkludiert.

 

Voraussetzungen zum Bau einer Wallbox

Ehe man an den Bau einer eigenen Wallbox geht, muss einem klar sein, dass man dafür ohne Ausnahme über profundes Fachwissen in den Bereichen Elektronik und Elektrotechnik verfügen muss. Nicht nur, dass man wissen muss, welche Teile zu einer Wallbox gehören, man muss auch über deren Funktion, deren Zusammenspiel und über deren Gefahrenpotential Bescheid wissen.

Um eine eigene private Ladesäule zu bauen, benötigt man fundiertes Wissen über folgende Bauteile:

-        FI Schutzschalter

-        Installationsschutz

-        Phasenstromerkennung

-        DC-Fehlerstrommodul

-        Energiezähler

-        Notfallkondensator

-        EVCC

Diese Teile versorgen nicht nur den Akku eines E-Autos mit Strom, sie sorgen auch für Sicherheit. Ein FI Schutzschalter ist die erste Stelle, an der der Strom aus dem Hausnetz hindurchmuss. Der sogenannte Fehlerstromschutzschalter ist dafür zuständig, Fehlerströme zu bemerken und bei einer entsprechenden Störung den Strom zu deaktivieren. Der eingebaute Installationsschutz ist dafür da, bei Bedarf diesen Stromfluss aus-, aber auch wieder einzuschalten.

Will man eine Wallbox selbst bauen, muss man alles über Phasenstromerkennung wissen. Das Stromnetz eines modernen Gebäudes besteht aus drei Phasen. Die Phasenstromerkennung einer Wallbox misst, ob am Stecker oder im E-Auto zu viel Strom abgezogen wird und sorgt dafür, dass es im Stromnetz zu keiner Instabilität kommt. Da normaler Strom aus der Steckdose Wechselstrom (AC) ist, Akkus von E-Autos allerdings mit Gleichstrom (DC) laufen, benötigt eine Wallbox ein DC-Fehlerstrommodul. Die Umwandlung von AC in DC passiert im E-Fahrzeug. Ein DC-Fehlerstrommodul muss in eine Wallbox eingebaut werden, damit Fehlerströme aus dem E-Auto keinen Schaden verursachen.

Zudem muss man beim Eigenbau einer Wallbox alles über Energiezähler, Notfallkondensatoren und EVCC, also den „Electric Vehicle Charger Controller“ wissen. Man erkennt, dass das Vorhaben, eine Wallbox selbst zu bauen, tatsächlich Fachleuten überlassen werden sollte. Laien sollten davon tunlichst die Finger lassen.

 

Wallbox-Bausätze und mobile Ladestationen – Lösungen mit Sparpotential?

Professionelle Wallboxen kosten in der Regel zwischen 500 und 2.000 Euro. Eine Alternative zu dem Vorhaben, Geld durch den Eigenbau zu sparen, sind Wallbox-Bausätze. Diese gibt es im Fachhandel bereits ab einer Summe von ca. 200 Euro. Man muss sich hierbei sehr genau an die Bauanleitung halten. Wichtig ist, die Installation muss trotz allem DIY ein Fachbetrieb durchführen.

Eine weitere Alternative zu einer fix montierten ist eine mobile Wallbox. Diese kann dank verschiedener Adapter fast weltweit universell eingesetzt werden. Im Vergleich zu einer fest montierten ist eine mobile Ladestation günstiger und macht aus fast jeder Haushaltssteckdose eine Energietankstation. Besonders in Gegenden mit einer unzureichend ausgebauten Ladestation-Infrastruktur ist eine mobile Wallbox ihr Geld wert.

Über den Autor
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Stefan Köstlinger

Stefan Köstlinger ist Kommunikationswissenschaftler, ehemaliger Journalist und selbstständiger Texter mit seiner K & K Schreibwerkstatt. E-Mobilität hat ihn schon immer fasziniert – angefangen vom ersten ferngesteuerten Auto bis heute und der Möglichkeit, verbrennungsmotorfrei zu leben.
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