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Gute Nachricht bei eMobility-StartUps

Zuletzt gab es von den beiden eMobility StartUps Sono Motors und Micro Mobility Systems keine positiven Nachrichten. Gleich zu Beginn des neuen Jahres können beide Unternehmen positives vermelden. Sono Motors verlängert die Crowdfunding-Kapagne um doch noch die nötigen 50 Millionen Euro für den Erhalt des Projekts Sion einsammeln zu können. Die Schweizer Hersteller von Micro Mobility Systems haben sich hingegen mit dem Konkurrenten Artega geeinigt und stellen einen Start des Microlino im Jahr 2021 in Aussicht.

(Foto: Sono Motors)

Sono Motors verlängert seine Crowdfundingkampagne

Das deutsche Elektroautostartup Sono Motors hatte es sich zum Ziel gesetzt, bis Ende Dezember 2019 mindestens 50 Millionen Euro zu erhalten. Da Ende Dezember nur 32,5 Millionen Euro eingegangen sind, wurde das Ziel nun nach einer Abstimmung auf den 20. Januar 2020 verlängert.

Innerhalb von 30 Tagen ist es Sono Motors gelungen, 32,5 Millionen Euro durch Spenden, neuen Reservierungen, Investments und Aufstockungen bereits gezahlter Reservierungsgebühren zu erhalten. Eigentlich sollten innerhalb von 30 Tagen 50 Millionen Euro eingesammelt werden, dieses Ziel wurde aber nicht erreicht.

Für das deutsche Start-Up ist dies kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Denn der deutsche Mobilitätsanbieter Sono Motors hat bekannt gegeben, dass die aktuelle Community-Funding Kampagne bis zum 20. Januar 2020 verlängert werden wird.

Dazu hat man sich im Rahmen einer zweitägigen Abstimmung entschlossen, welche unter den Bestellern des Elektroauto Sono Motors Sion durchgeführt worden war. Es haben knapp 94 Prozent der Unterstützer für die Verlängerung der Kampagne über den 30. Dezember 2019 hinaus gestimmt.

Von den 32,5 Millionen Euro, welche durch die erste Community-Funding Initiative dieser Art geflossen ist, entfallen 28 Prozent auf Neu-Reservierungen und rund 68 Prozent auf 4.056 Unterstützer, die ihre bereits bestehende Reservierung aufgestockt haben. Von den 4.056 Unterstützern haben schon 746 den vollen Preis des Sion angezahlt, mit der Batterieeinheit kostet der Sion 25.500 Euro. Bereits am ersten Tag der Verlängerung hat Sono Motors weitere 910.000 Euro erhalten.

Das Elektroauto Sono Motors verfügt über Photovoltaikzellen zur Reichweitenverlängerung

Das Elektroauto Sono Motors Sion verfügt über Photovoltaikzellen, welche fast auf der ganzen Karosserie installiert sind. Die zusätzliche Energie soll dafür sorgen, dass theoretisch für bis zu 34 Kilometer pro Tag Strom erzeugt wird. Die Batterieeinheit kann bis zu 34 kWh Energie speichern, dies reicht für eine Reichweite von bis zu 255 km (nach WLTP Standard). Der Elektromotor leistet 120 kW und sorgt mit einem Drehmoment für eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h.

Eine praktische Sache ist die Möglichkeit des bidirektionalen Ladens, so kann man den Strom aus der Batterie auch wieder für andere Geräte genutzt werden kann, oder sogar um ein anderes E-Auto zu laden. Als Lademöglichkeiten stehen CCS (Ladedauer: 30 Minuten), Typ 2 (3,5h) und Schuko (13 h) zur Verfügung.

Die Luft des Fahrzeuginnenraum soll mit Hilfe von Moos gereinigt werden. Ursprünglich sollte das Elektroauto im ersten Halbjahr 2020 auf den Markt kommen, dadurch, dass es nach dem Scheitern der Gespräche mit internationalen Investoren zu Verzögerungen gekommen ist, wird sich der Marktstart -wenn die Finanzierung gelingt - auf das Jahr 2022 verzögern.

Micro Mobility Systems Microlino: Einigung und Blick nach vorne

Gute Nachrichten kommen auch aus der Schweiz. Dort hat sich der Microcar-Hersteller Micro Mobility Systems mit dem Konkurrenten Artega geeinigt. Beide Unternehmen können somit ihre - recht ähnlichen - Fahrzeuge auf den Markt bringen. 

Micro Mobility Systems will mit dem Microlino im Jahr 2021 an den Start gehen. Bis dahin tüfteln die Schweizer an Fahrverhalten, Sicherheit und Qualität. Zuletzt holte sich das Unternehmen einen neuen Cheftechniker ins Boot. Peter Müller war bereits für BMW und Porsche aktiv und soll den Microlino nun zur Marktreife führen.

Über den Autor
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Kai Domroese

Kai Domroese befasst sich seit dem Jahr 2010 intensiv mit dem Thema Elektromobilität, so hat er im April 2010 seinen Blog Mein-Elektroauto.com gegründet. Kai wurde im Jahr 1981 geboren und lebt in der Nähe von Hannover. Da er bis 2018 in einer Mietwohnung gewohnt hat, kennt er sich auch mit den Tücken der Elektromobilität für Mieter aus. Neben der Mobilität interessiert er sich auch für die Themen erneuerbare Energien, Plusenergiehäuser und auch Pflanzen.
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