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So löscht die Feuerwehr Elektroautos

Immer mehr Elektroautos sind auf den Straßen unterwegs, allerdings sind die Stromer für die Feuerwehren eine Herausforderung.

Wenn die Feuerwehr zu einem Einsatz wegen eines verunfallten Elektroautos ausrücken muss, bedeutet dies für die Frauen und Männer einen Gefahrguteinsatz.

Denn zum einen sind in den Elektro- und Plug-In Hybridautos Hochvoltsysteme verbaut, welche Spannungen von mehreren hundert bis tausend Volt erzeugen können. Schließlich muss der Strom von der Batterieeinheit zu den Elektromotoren und anderen Komponenten geleitet werden.

Falls ein Elektroauto Feuer fängt, kann die Energiezufuhr zwar gestoppt werden, aber die Akkuzellen können sich immer wieder entzünden.

Die einfachste Lösung: Das Elektroauto kommt in einen Wassercontainer

Ein Brand bei einem Elektroauto kann die Feuerwehr durch Schaum und Wasser zwar genauso, wie bei einem PKW mit einem Verbrennungsmotor löschen, allerdings kann das Feuer schnell wieder neu entstehen.

Denn sobald Akkuzellen der Batterieeinheit beschädigt sind, sorgt die Zellchemie für ein erneutes Ausbrechen des Feuers. Denn gerade Lithium-Ionen-Akkus sind für ihre starke Reaktion bei Beschädigungen bekannt und gefürchtet, so gelten beim Versandt und Flugreisen besondere Bestimmungen.

So schreibt zum Beispiel die Lufthansa auf ihrer Internetseite:

Batterien

Lithiumbatterien, die vom Hersteller aus Sicherheitsgründen als defekt oder beschädigt eingestuft oder zurückgerufen wurden und die das Potenzial haben, eine gefährliche Wärme-, Brand- oder Kurzschlussentwicklung zu erzeugen, sind für den Transport verboten.

[...]

Regeln für Ersatzbatterien

1. Lithium-Metall- oder Lithium-Ionen-Ersatzzellen / -batterien mit einer Nennenergie von bis zu 100 Wh für solche elektronischen Gebrauchsgegenstände:

    Nur im Handgepäck und in Mengen für den persönlichen Gebrauch.

    Diese Batterien müssen einzeln gegen Kurzschluss gesichert sein.

2. Keine eingebaute Batterie oder Ersatzbatterie darf folgende Werte überschreiten:

Ein Lithiumgehalt von 2 g bei Lithium-Metall-Batterien oder Batterien mit Lithium-Legierung oder eine Nennenergie von 100 Wh bei Lithium-Ionen-Batterien.“

https://www.lufthansa.com/de/de/informationen-zur-mitnahme-von-gefaehrlichen-gegenstaenden

Denn bei E-Autos sind die Akkus in den Batterieeinheiten gut geschützt, schließlich sollen sie möglichst vor Beschädigungen gefeit werden.

Der Schutz sorgt aber dafür, dass die Löschmittel die Akkus kaum erreichen und der Energiespeicher nicht heruntergekühlt werden kann. Daher können weitere Akkus beschädigt werden, was wieder zu einem neuen Brand führen kann.

Daher greifen die Feuerwehren zu einem einfachen Mittel: Das gesamte Elektroauto kommt in einen Container, welcher mit Wasser befüllt ist.

In Hamburg greifen die Feuerwehren zu einem ähnlichen Verfahren, hier schieben die Einsatzkräfte den Wasserschlauch in das Fahrzeuginnere und fluten es. Aber auch in der Hansestadt überlegt man, brennende Elektroautos notfalls in Wasserbecken zu setzen.

Für die Feuerwehren gibt es spezielle Schulungen, wie Elektromobile am besten zu löschen sind. Auch sollte Fahrer am besten eine Rettungskarte für ihr Auto besorgen und diese hinter die Fahrersonnenblende anbringen, denn so wissen die Feuerwehrleute, wie sie am besten die Insassen aus dem Fahrzeug bergen können, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.

Diese Rettungskarten kann man zum Beispiel über den Autohersteller oder alternativ über einen Automobilclub bekommen oder direkt bei den Herstellern herunterladen. Eine Übersicht finden Sie hier in unserem Blog.

Über den Autor
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Kai Domroese

Kai Domroese befasst sich seit dem Jahr 2010 intensiv mit dem Thema Elektromobilität, so hat er im April 2010 seinen Blog Mein-Elektroauto.com gegründet. Kai wurde im Jahr 1981 geboren und lebt in der Nähe von Hannover. Da er bis 2018 in einer Mietwohnung gewohnt hat, kennt er sich auch mit den Tücken der Elektromobilität für Mieter aus. Neben der Mobilität interessiert er sich auch für die Themen erneuerbare Energien, Plusenergiehäuser und auch Pflanzen.
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