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Diese Autohersteller bieten schon jetzt die erhöhte Kaufprämie für Elektroautos an

Seit November 2019 kündigt die Bundesregierung eine höhere Kaufprämie für den Erwerb von Plug-In Hybrid- und Elektroautos an. Das Problem: die Prämie lässt immer noch auf sich warten. Daher haben sich nun vier Autohersteller dazu entschlossen, die Prämie auf eigene Kosten zu erhöhen.

Anfang November letzten Jahres wurde bekannt, dass die Umweltbonus genannte Kaufprämie erheblich erhöht werden soll. So soll der Umweltbonus für rein elektrische Fahrzeuge von 4.000 auf 6.000 Euro und für Plug-In-Hybride von 3.000 auf 4.500 Euro bei einem maximalen Nettolistenpreis von 40.000 Euro steigen. Jeweils 50 Prozent davon übernehmen der Automobilhersteller und der Staat.

Seitdem dies scheinbar beschlossen wurde und die Bundesregierung sogar selbst auf ihrer Internetseite die Erhöhung erwähnt, hat sich für den Autointeressenten aber nicht viel getan. Denn die Erhöhung des Umweltbonus muss von der EU abgesegnet werden, weswegen geprüft wird, ob es keine Bevorteilung deutscher Autohersteller gibt. Allerdings scheinen ein paar Unterlagen zu fehlen, wodurch die EU die Erhöhung nicht vollständig prüfen kann.

Die Autohersteller befürchten nun, dass die Kaufinteressenten eines Elektro- oder Plug-In Hybridautos abwarten könnten, bis der Umweltbonus endlich kommt. Allerdings sehen die Neuzulassungszahlen von Elektroautos für die Monate August bis Dezember gar nicht so schlecht aus:

 

  • Dezember: 5.748
  • November: 4.651
  • Oktober: 4.979
  • September: 5.880
  • August: 5.001

Es könnte aber auch sein, dass der Rückgang erst noch kommt, da die PKW erst in der Tabelle des Kraftfahrtbundesamtes auftauchen, wenn sie zugelassen - also angemeldet werden. Da es in Deutschland üblich ist, dass man auf ein frisch bestelltes Autos Wochen oder sogar Monate warten muss, kann es gut sein, dass man den Rückgang der Bestellungen erst ab Januar 2020 sieht.

 

Um es erst gar nicht so weit kommen zu lassen, haben manche Autohersteller reagiert und erhöhen die Bonuszahlungen von sich aus.

Folgende Autohersteller haben den Umweltbonus von sich aus erhöht:

Nissan

Wer sich für das Elektroauto Nissan Leaf kauft, erhält bis zu 8.000 Euro. . Nissan zahlt dem Käufer bis zu 6.000 Euro, vom Staat kommen auf Antrag beim BAFA 2.000 Euro dazu.

Der Nissan Leaf kostet im Basispaket 36.800 Euro, das Modell Nissan Leaf e+ kostet mindestens 44.700 Euro.
Nissan bietet die erhöhte Kaufprämie solange an, bis der neue Umweltbonus angeboten wird.

Renault

Der französische Autobauer Renault hat gleich für drei seiner Modelle die Kaufprämie erhöht.
Die Käufer eines neuen Renault Elektroautos erhalten ab sofort einen auf 6.000 Euro erhöhten Umweltbonus, dieser setzt sich auch einem von Renault gewährten Rabatt in Höhe von 4.000 Euro und 2.000 Euro staatlicher Förderung zusammen. Wie auch bei Nissan gilt dieses Bonusmodell solange, bis die BAFA den erhöhten Fördersatz anbietet. Die neue Bonusregelung gilt für den Renault ZOE, Renault Kangoo Z.E. und den Kastenwagen Renault Master Z.E. z

Der Renault Zoe kostet in der Basisvariante 29.990 Euro, hier kauft man die 41 kWh-Batterieeinheit. Wer den 52-kWh großen Energiespeicher haben möchte, muss mindestens 31.990 Euro bezahlen.
Wer die Batterie mieten will, muss einen geringeren Basispreis zahlen. Dieser liegt dann bei 21.900 bzw. 23.900 Euro.
Hier kommt dann natürlich die Batteriemiete hinzu, man sollte daher vorher überlegen, wie viel Kilometer man jährlich fährt, da hiervon der Mietpreis abhängt. Die Miethöhe beginnt bei 74 Euro.

Das Elektroauto Renault Kangoo Z.E. kostet inklusive Batterie mindestens 35.604,80 Euro. Mit Batteriemiete werden mindestens 24.775,80 Euro fällig, die Batteriemiete beginnt bei 69,02 Euro. Für den elektrischen Kastenwagen Renault Master Z.E. liegt der Einstiegspreis bei 71.281 Euro, hier kann man die Batterieeinheit nur kaufen und nicht mieten.
Bei Renault kann man die Batterieeinheit entweder mieten oder kaufen.

Hyundai

Der Autohersteller Hyundai hat angekündigt, den Umweltbonus beim Kauf des Elektroauto Kona Elektro oder Ioniq Elektro von 2.000 auf 6.000 Euro zu erhöhen. Man kann also wie bei Nissan bis zu 8.000 Euro sparen, wenn man ein E-Auto kauft.
Auch beim Kauf des Plug-In Hybridauto Ioniq Plug-In Hybrid zahlt Hyundai insgesamt 5.000 Euro, vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gibt es nach einem entsprechenden Antrag (und natürlich nach Bewilligung dessen) 1.500 Euro – also insgesamt 6.500 Euro.

Das Elektroauto Hyundai Kona Elektro kann man also für 26.400 Euro kaufen, dass Elektroauto Ioniq Elektro kostet dank der Prämie nur noch 26.900 Euro. Für die Plug-In Variante des Ioniq werden nur noch 25.500 Euro fällig

Kia

Für die Elektroautos Kia e-Niro und e-Soul erhält man eine Gesamtprämie in Höhe von 6.000 Euro, Kia zahlt 4.000 Euro, vom BAFA erhält man nach einem positiv beschiedenen Antrag 2.000 Euro. 

Das Elektroauto Kia e-niro kostet mit der 39,2-kWh-Batterie mindestens 35.290 Euro, die leistungsstärkere Variante mit einer 64-kWh-Batterie ist 39.090 Euro zu haben. Den Kia e-Soul erhält man ab 33.990 Euro (39,2 kWh), die Variante mit dem 64 kWh großen Energiespeicher kostet 37.790 Euro.

Fazit

Man kann als Käufer jetzt schon von den günstigeren Preisen für Plug-In und Elektroautos profitieren, man sollte aber sicherheitshalber beim Autohaus nachfragen, ob man den Rabatt dort auch wirklich erhält.

Über den Autor
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Kai Domroese

Kai Domroese befasst sich seit dem Jahr 2010 intensiv mit dem Thema Elektromobilität, so hat er im April 2010 seinen Blog Mein-Elektroauto.com gegründet. Kai wurde im Jahr 1981 geboren und lebt in der Nähe von Hannover. Da er bis 2018 in einer Mietwohnung gewohnt hat, kennt er sich auch mit den Tücken der Elektromobilität für Mieter aus. Neben der Mobilität interessiert er sich auch für die Themen erneuerbare Energien, Plusenergiehäuser und auch Pflanzen.
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