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EMob-Wissen Teil 5 - die Sicherheit

"Elektroautos sind nicht so sicher" - diesen Satz hört man häufig in Diskussionen über Elektromobilität. Doch was ist dran am Gerücht? Wir haben uns mit dem Thema beschäftigt. Die Erkenntnis: Ein Elektroauto ist nicht sicherer, aber auch nicht unsicherer als ein Fahrzeug mit herkömmlichen Antrieb. 

Die überwiegende Zahl an Sicherheitsstandards für Autos ist unabhängig von deren Antriebsart. So müssen E-Autos ebenso wie Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor ganz klassisch, soweit es technisch möglich ist, die Unversehrtheit der Insassen schützen. Aber die Antriebsart stellt eben in puncto Verhalten bei Pannen oder Unfällen einen Faktor dar. Viele Fahrzeughalter wissen nicht, ob und mit welchen Risiken sie dabei umgehen müssen.

 

 

Eigensicherheit – so sichert sich der Akku selbst

Eine Sicherheitsmaßnahme, die ausschließlich bei Elektrofahrzeugen zum Tragen kommt, ist die sogenannte Eigensicherheit. Das bedeutet, dass der Stromfluss der Batterie dann unterbrochen wird, wenn im Gesamtsystem eine Störung auftritt. Konkret bedeutet das, ist das Elektroauto in einen Unfall verwickelt, wird der Akku (Batterie) automatisch von den sogenannten Hochvolt-Teilen abgetrennt. Dies passiert, damit keine Spannung mehr anliegt.

 

Panne mit einem Elektroauto

So modern und up-to-date die Technik in E-Autos auch sein kann, unfehlbar ist sie nicht. Auch ein Elektrofahrzeug kann mit einer Panne liegenbleiben. Neben den für alle Autotypen üblichen Pannengründen wie zum Beispiel platte Reifen, stoppt vor allem ein leerer Akku das Fahrzeug. Pannenhelfer wie der ADAC sagen dazu, man habe aktuell keine mobile Auflade-Möglichkeit in Planung. Man schleppe die Fahrzeuge einfach bis zur nächsten Ladestation ab.

Trotz der Eigensicherheit raten Experten Haltern von E-Autos dazu, bei einer Panne nicht selbsttätig an den Hochvoltkomponenten „herumzuschrauben“. Sicherheitsgründe sprächen, so die Experten, dafür, die Arbeiten an E-Auto-Akkus nur von qualifiziertem Fachpersonal ausführen zu lassen. Ganz allgemein sollte man sich bei einer Panne mit einem E-Auto an die gleichen Sicherheitsvorschriften (Warndreieck, …) halten wie mit jedem anderen Fahrzeug auch.

 

 

Unfall mit einem E-Auto

Unfälle mit Autos mit Verbrennungsmotoren sind Alltag. Was hart klingt, soll nur verdeutlichen, dass die meisten Fahrzeughalter sowie die Rettungs- und Sicherheitskräfte seit Jahren erfahren darin sind, wie man damit umgeht. E-Autos sind in einer gewissen Breite erst kurz auf den Straßen unterwegs. Daher ist das Wissen um den sicheren Umgang mit verunfallten Fahrzeugen dieser Antriebsart noch gering.

Untersuchungen von Instituten wie der Dekra belegen, dass die Hersteller der E-Autos darauf großen Wert legen, dass die Akkus bei einem Unfall aus Sicherheitsgründen zum einen gut geschützt sind, zum anderen sofort von der Stromversorgung getrennt werden. Ausgeschlossen kann ein Akkubrand zwar nicht werden, aber ein Risiko fährt auch bei Verbrennungsmotoren mit. Die neue Generation von Akkus basieren auf Feststoffbatterien. Diese sind weniger anfällig auf Brände als die bisher verwendeten. Somit hat sich hierbei heute schon viel im Vergleich zum Stand von vor wenigen Jahren die Lage verbessert.

 

Was kann man selbst bei einem Unfall mit einem E-Auto tun?

Nach einem Unfall mit einem E-Auto sollte man sich immer zuerst um die Unfallbeteiligten kümmern. Ist deren Sicherheit gewährleistet und ist die Unfallstelle an sich gesichert, kann man sich um das Fahrzeug kümmern. Eine Erleichterung für die Feuerwehr oder auch für die Ersthelfer sind die Rettungsblätter, die man jederzeit von den Autoherstellern (online) bekommen kann. Dort wird auf wenigen Seiten die Technik einfach und anschaulich erklärt. Damit sind nach einem Unfall mit einem E-Auto die Retter und Helfer in der Lage, rasch das Auto zu sichern. Diese Rettungsblätter sollte man immer im Auto haben.
E-Autos und ein Fahrzeugbrand. Lesen Sie hie rmehr zum Thema "Rettungskarte".

Sollte sich ein E-Auto nach einem Unfall entzünden, sollte man diesen Brand, wenn möglich, löschen. Falls dies unmöglich ist, sollte man einen Sicherheitsabstand einhalten. Sich rasch ausbreitende Feuer sind durch ein E-Auto nicht zu befürchten, da die brennbaren Flüssigkeiten wie Benzin nicht vorhanden sind. Sollten aber andere Fahrzeuge in den Unfall involviert sein, kann von diesen sowohl eine Brand- wie auch Explosionsgefahr ausgehen.

 

 

Sicherheitstest und Sicherheitsstandards bei E-Autos

Durch umfangreiche Crashtests verbessern die Hersteller stetig die Sicherheit der Fahrgastzellen sowie des gesamten Akkumulatorsystems. Aus Gründen der Sicherheit befindet sich der Akku meist im Unterboden des Fahrzeugs. Das 12-Volt-Bordnetz und das Hochvoltnetz, welches das Fahrzeug antreibt, sind aus Sicherheitsgründen komplett voneinander unabhängig. Ein wichtiger Sicherheitspunkt ist, dass die Masse des Hochvoltnetzes nicht auf der Karosserie liegt. Der Grund dafür ist, dass dies verhindern soll, dass die Karosserie bei einem Unfall oder einem Störfall unter Strom steht. Wird im Auto der Airbag ausgelöst, schaltet sich automatisch das Hochvoltnetz aus.

Abschließend kann man sagen, Unfälle mit E-Autos sind nicht gefährlicher oder ungefährlicher als andere. Der einzige Unterschied ist, dass die Brandgefahr durch Treibstoffe geringer ist. Ein Grund, warum es für die Insassen von E-Autos statistisch sicherer ist, ist, dass die meisten E-Autos neuer sind und damit im Vergleich zu vielen älteren Modellen mit Verbrennungsmotoren über eine bessere Insassensicherheit verfügen.

 
Über den Autor
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Stefan Köstlinger

Stefan Köstlinger ist Kommunikationswissenschaftler, ehemaliger Journalist und selbstständiger Texter mit seiner K & K Schreibwerkstatt. E-Mobilität hat ihn schon immer fasziniert – angefangen vom ersten ferngesteuerten Auto bis heute und der Möglichkeit, verbrennungsmotorfrei zu leben.
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