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E-Autos in 15 Sekunden vollständig laden

Das Betanken eines Verbrennungsmotors dauert in der Regel ohne Wartezeiten an der Zapfsäule wenige Minuten. Viele Verfechter der Verbrennungstechnologie führen diese kurze Zeitspanne gegen die deutlich längeren Ladezeiten der Akkus in E-Autos ins Feld. Dieses Argument könnte bald verloren gehen, denn das estnische Start-up Skeleton Technologies will in Kooperation mit dem Karlsruher Institut für Technologie eine Graphenbatterie auf den Markt bringen, die binnen 15 Sekunden geladen werden kann.

 

Speziell bei Urlaubsfahrten will niemand lange tanken

Trotz der prognostizierten Zeitenwende hin zur E-Mobilität, fährt der überwiegende Teil der Deutschen weiterhin einen Diesel oder einen Benziner. Die Fahrer von E-Autos sind aktuell noch eine Minderheit – aber eine wachsende. Ein Grund, warum sich viele Menschen für einen Verbrenner entscheiden, ist die kurze Auftankzeit. Dabei spielt überraschenderweise nicht das Alltagsdenken, sondern das Urlaubsdenken eine große Rolle. Die meisten wollen nicht längere Zeit während der Fahrt an den ersehnten Urlaubsort an der Ladesäule verharren.

 

15 Sekunden laden dank Graphenbatterie

Vordenker Taavi Madiberk, CEO des estnisches Start-ups Skeleton Technologies, und seine Mitarbeiter haben sich auf die Produktion von außergewöhnlichen Energiespeichern spezialisiert. Diese werden auf Basis von Ultrakondensatoren hergestellt, damit die Batterien leichter, effizienter und schneller werden. Zusammen mit dem KIT, dem Karlsruher Institut für Technologie, hat Skeleton Technologies nun eine Graphenbatterie entwickelt. Diese ist nicht nur leichter und kompakter, sie lässt sich auch binnen 15 Sekunden aufladen.

Aktuell wird die Graphenbatterie sowohl vom KIT als auch von Skeleton Technologies noch als Ergänzungstechnologie bezeichnet. Der Grund – da die Produktionskosten noch sehr hoch sind, werden die Graphenbatterien die bisher verwendeten Lithium-Ionen-Akkus nicht in naher Zukunft ersetzen können.

 

Auch Tesla bereitet sich mit Ultrakondensatoren auf die Zukunft vor

Trotz der aktuell noch sehr hohen Kosten ist Skeleton Technologies-CEO Madiberk davon überzeugt, dass die Graphenbatterie den Markt an Elektrofahrzeugen nicht nur pushen, sondern „komplett revolutionieren wird“. Zu diesem Schluss kam er nicht nur aus Wertschätzung dem eigenen Produkt gegenüber, sondern auch durch die Tatsache, dass Tesla vor kurzer Zeit Maxwell Technologies gekauft hat. Maxwell Technologies fokussiert sich speziell auf die Entwicklung von hochwertigen Ultrakondensatoren.

Probleme, die Graphenbatterien für die E-Autohersteller abseits der Ladezeit lösen können, gibt es auch. Bei Plug-in-Hybriden könnte eine Graphenbatterie den Treibstoffverbrauch erheblich senken. Verwendet man die Graphenbatterie in E-Autos, können so Platz und Gewicht gespart und damit die Reichweite erhöht werden.

Über den Autor
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Stefan Köstlinger

Stefan Köstlinger ist Kommunikationswissenschaftler, ehemaliger Journalist und selbstständiger Texter mit seiner K & K Schreibwerkstatt. E-Mobilität hat ihn schon immer fasziniert – angefangen vom ersten ferngesteuerten Auto bis heute und der Möglichkeit, verbrennungsmotorfrei zu leben.
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